Norton commander 5.5
Norton Commander 5.5 ist ein klassischer Dateimanager für MS-DOS, der in den frühen 1990er-Jahren von Peter Norton Computing veröffentlicht wurde. Das Programm arbeitet mit zwei nebeneinander angeordneten Fenstern (Dual-Panel-Ansicht), die das Durchsuchen, Vergleichen und Verwalten von Dateien und Ordnern erleichtern. Die Bedienung erfolgt überwiegend über die Tastatur. In jeder Spalte werden Inhalte eines Verzeichnisses angezeigt; mit der Tab-Taste oder den Pfeiltasten wechseln Sie zwischen den Spalten. Häufig genutzte Aktionen erfolgen über Funktionstasten: F5 kopieren, F6 verschieben, F7 neues Verzeichnis anlegen, F8 löschen. Mit F3 wird eine Datei angezeigt, mit F4 wird sie bearbeitet. Das Hauptmenü lässt sich über F9 öffnen, dort finden sich weitere Optionen. Zu den Stärken gehören eine klare, effiziente Struktur, schnelle Navigation und eine effektive Dateiverwaltung ohne Maus. Dateien und Ordner lassen sich per Tastatur schnell kopieren, verschieben, umbenennen oder löschen. Es gibt integrierte Ansichts- und Bearbeitungsfunktionen, die das Arbeiten mit Text- oder Binärdateien erleichtern. Als einer der ersten populären Dual-Pane-Dateimanager definierte Norton Commander 5.5 das User Interface vieler späterer Programme. Der Ansatz mit zwei parallelen Fenstern und einer oberen Menüleiste hat Spuren in Nachfolge-Tools wie MC, Total Commander oder den modernen Dateimanagern hinterlassen. Für den Einsatz heute benötigen Sie einen MS-DOS-Interpreter oder Emulator. Am einfachsten läuft Norton Commander 5.5 in einer Umgebung wie DOSBox, wo es auf modernen Geräten stabil genutzt werden kann. Das Programm bietet eine authentische DOS-Erfahrung und eignet sich besonders für Sammler, Restauratoren und Liebhaber klassischer Software. Läuft auf jedem DOS-kompatiblen System und in Emulatoren; minimale Anforderungen sind ein DOS-System und grundsätzliche Tastatureingaben. Erleben Sie einen Meilenstein der Computer-UX, der zeigt, wie strukturierte Dateiverwaltung früher funktionierte, und entdecken Sie, wie produktiv ein gut gestaltetes Dual-Panel-Interface sein kann.
